Test 2020: Die besten Babyphones mit Kamera

Bestes Babyphone mit Kamera im test
Credit: Philips

Babyphones geben uns Frieden und Entspannung. Egal ob wir, während unser Baby nebenan schläft, uns um den Haushalt kümmern oder einfach die ruhige Zeit mal nur für uns nutzen – wir wissen dem Nachwuchs geht es gut.

Noch mehr bekommen wir natürlich mit, wenn wir nicht nur hören, was das Kind so von sich gibt, sondern es dank einer Kamera auch sehen. Deshalb haben wir uns speziell auf die Suche nach den besten Babyphones mit Kamera gemacht und die Testergebnisse von Stiftung Warentest mit den Erfahrungen echter Mamas abgeglichen.

In diesem Artikel findest du die Top 5 der besten Babyphones mit Kamera und Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dem Thema.

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Isabel Kloiber
Isabel Kloiber

Ich bin Isabel, Journalistin, frisch verheiratet und schwanger mit meinem ersten Kind.

Auf Baby Report können wir gemeinsam durch diese aufregende Zeit gehen!

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Test von Stiftung Warentest haben nur zwei Babyphones mit Kamera gut abgeschnitten – die von Avent und Nuk.
  • Für unseren Artikel haben wir jedoch nicht nur die Noten von Testinstituten, sondern auch die Erfahrungen echter Mamas mit einfließen lassen.
  • Wir stellen dir die besten Babyphones im Vergleich vor, damit du am Ende entscheiden kannst, welches du haben möchtest.

Die besten Babyphones mit Kamera laut Test

So haben wir bewertet

Um die vielen Babyphones, die es auf dem Markt gibt, zu bewerten, sind wir zunächst folgende Kriterien durchgegangen:

  • Art des Babyphones
  • Bedienung
  • Reichweite
  • Akkulaufzeit
  • Elektrosmog
  • Video- und Audioqualität
  • Extras

Anschließend haben wir unsere Ergebnisse mit den Noten von Stiftung Warentest abgeglichen – und sind überraschenderweise häufig zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.

Weil uns aber nicht nur theoretische Bewertungskriterien interessieren, haben wir einen Aufruf gestartet und echte Mamas nach ihren Erfahrungen gefragt. Auch diesen Reality-Check haben wir mit in unsere Bewertung einbezogen.

1. Philips Avent SCD845/26

Angebot
Philips Avent Babyphone SCD845/26
Das Avent Babyphone mit Kamera ist leider erst ab 2021 wieder erhältlich. Dies ist das Modell ohne Kamera, das von der Stiftung Warentest sogar noch besser bewertet wurde.

Das Avent Babyphone mit Kamera ist gerade überall ausverkauft. Wir haben beim Hersteller nachgefragt und die Info bekommen, dass es ab Anfang 2021 wieder vorrätig sein wird. Sobald dies der Fall ist, aktualisieren wir unseren Artikel an dieser Stelle.

Das Philips Avent SCD845/26 ist gerade sehr beliebt. Egal, wen wir gefragt haben, der Name fiel mindestens einmal. Es ist DAS Babyphone mit Kamera, das 2020 jeder haben will.

Kein Wunder eigentlich, dass die Geschäfte gerade leer gekauft sind, schließlich habt ihr Leser uns nicht nur das Gerät empfohlen, sondern auch Blogger wie Carmen Kroll (Carmushka) haben es bereits in ihren Instagram Storys erwähnt. Aber psst: Das Avent Babyphone ohne Kamera schnitt bei Stiftung Warentest sogar noch besser ab.

Wir fragen uns: Ist der ganze Hype gerechtfertigt? Wir haben mit euch zusammen den Check gemacht. Das sagen echte Mamas über das Avent Babyphone mit Kamera und über das Avent Babyphone ohne Kamera.

Diese Erfahrungen haben echte Mamas gemacht

Erfahrung: Avent Babyphone mit Kamera
Anna, Mama einer kleinen Tochter, hat sich für das Avent Babyphone mit Kamera entschieden. Das berichtet sie aus ihrer Erfahrung:

„Wir sind super happy damit. Mit der Videofunktion ist es super praktisch. Weil wir jedes Mal gucken können, ob sie nachts nur etwas nörgelt und sich den Schnuller selbst wieder reinschiebt oder es etwas Ernsteres ist. Das erkennt man ja meistens schon an den Bewegungen. Man kann auch alles super erkennen und die Nachtfunktion ist auch genau so, wie man sich das wünscht.

Das Einzige: Es hat auch eine Gegensprechfunktion, mit der man mit seinem Kind reden kann, um es zu beruhigen. Die verzerrte Stimme aus dem Off klingt aber ein bisschen komisch, also nutzen wir die Funktion einfach nicht, braucht man ja auch nicht.

Ansonsten kann man auch noch Einschlaflieder mit dem Babyphone abspielen. Das ist auch ganz cool.“

Auch Josi ist Mama einer kleinen Tochter und verwendet neben dem Avent Babyphone mit Kamera auch noch das von Arlo (dazu später mehr). Diese Erfahrung hat sie mit dem von Avent gemacht:

„Das Babyphone von Philips Avent habe ich gekauft, weil ich geguckt habe, welches im Test gut abgeschnitten hat und weil ich sowieso viel von Avent bestellt habe. 

Ich finde es richtig gut, weil die Kamera sehr gut ist und weil man verschiedene Modi einstellen kann. Also, dass man das Baby sieht und hört, dass man es nur hört und dass das Babyphone angeht, wenn es sich bewegt oder einen Laut von sich gibt. Es hat alles super funktioniert. Der Nachtmodus ist hier sehr gut, die Lautstärke auch und man konnte immer alles hören und sehen. 

Für die Wohnung war es perfekt. Allerdings ist die Reichweite nicht so groß. Ich glaube, wenn man in einem großen Haus wohnt, wird es über zwei Etagen schon schwierig mit dem Gerät. Das Problem hatten wir jetzt auch im Urlaub – bei dicken Wänden ist der Empfang da auch schon mal weg. Bei uns zu Hause in der Wohnung war das aber kein Problem.“

Erfahrung: Avent Babyphone ohne Kamera
Vera ist Mama eines Sohnes und gerade schwanger mit ihrem zweiten Kind. Sie hat sich gegen eine Kamera und für das Avent SCD723/26 entschieden. Das sagt sie dazu:

„Die Reichweite finde ich von dem Avent Babyphone ohne Kamera auf jeden Fall super. Hatten wir auch bei unserer Hochzeit auf einem Hof abends mit draußen und das ging ganz gut vom Empfang.

Ich persönlich weiß nicht, was die Videofunktion bringen soll. Ob mein Kind noch atmet, sehe ich darüber auch nicht, solange es grad nicht wild rumrudert. In den ersten Wochen und Monaten geht man doch eh ständig rein und guckt, ob das Mäuschen noch atmet.“

Avent Babyphones im Vergleich

Avent Babyphone mit Kamera

  • Übertragung: 2,1 (gut)*
  • Handhabung: 1,4 (sehr gut)*
  • Akku: 3,9 (ausreichend)*
  • Umwelteigenschaften: 1,9 (gut)*
  • Preis: 209 Euro
  • Funk­über­tragung: FHSS
  • Frequenz­bereich: 2400 MHz
  • Gewicht: 121 g (Sender) + 207 g (Empfänger)
  • Akku­lauf­zeit: 10 Stunden

Avent Babyphone ohne Kamera

  • Übertragung: 2,2 (gut)
  • Handhabung: 1,7 (gut)
  • Akku: 1,7 (gut)
  • Umwelteigenschaften: 1,6 (gut)
  • Preis: 127 Euro
  • Funk­über­tragung: Dect
  • Frequenz­bereich: 1900 MHz
  • Gewicht: 145 g (Sender) + 169 g (Empfänger)
  • Akku­lauf­zeit: 22 Stunden

Avent Babyphone mit Kamera

  • Gegen­sprechen möglich
  • Tem­peraturfühler
  • Nacht­licht
  • Optischer Alarm und Vibrationsalarm
  • Für leise Babys geeignet

Avent Babyphone ohne Kamera

  • Gegen­sprechen möglich
  • Tem­peraturfühler
  • Nacht­licht
  • Suchfunktion für Empfangsteil
  • Optischer Alarm und Vibrationsalarm

Avent Babyphone mit Kamera

  • Keine Suchfunktion für Empfangsteil

Avent Babyphone ohne Kamera

  • Für leise Babys ungeeignet

 

Stiftung Warentest: Das Avent Babyphone ohne Kamera schnitt im Test von Stiftung Warentest mit einer Gesamtnote von 1,9 (gut) ab. Das Avent Babyphone mit Kamera erhielt die Gesamtnote 2,1 (Gut) und wurde Testsieger 2020 in der Kategorie „Klassische Babyphones mit Video­über­tragung“.

*Noten aus dem Test von Stiftung Warentest.

2. Nuk Eco Control Video Display 550VD

Angebot
Nuk Eco Control Video Display 550 VD
Das Nuk Eco Control 550 VD schnitt bei Stiftung Warentest als das zweitbeste Babyphone mit Kamera ab.

Das Philips Babyphone ist gerade ausverkauft, aber du möchtest nicht auf die Kamerafunktion verzichten? Das Nuk Eco Control Babyphone schnitt bei Stiftung Warentest fast genau so gut ab und erhielt die Note 2,5 (gut).

Erfahrung einer echten Mama

Erfahrung: Nuk Babyphone mit Kamera
Kirsten, Mama von zwei kleinen Töchtern hat sich schon beim ersten Kind für das Nuk Babyphone entschieden und verwendet es jetzt auch für ihr zweites. Das schreibt sie aus ihrer Erfahrung:

„Wir nutzen das Babyphone von Nuk jetzt auch bei unserem zweiten Baby, also ist es eigentlich seit ca. drei Jahren jeden Tag im Gebrauch. Es funktioniert immer noch und eigentlich ist es auch ganz ok. Der Akku hat nur leider schnell nachgelassen, wir müssen immer das Netzteil dran lassen…

Der Ton und das Bild sind ganz ok, die Funktionen sind ausreichend und die Bedienung ist ganz leicht. Also: Kein schlechtes Babyphone, aber für den Preis gibt es mittlerweile bestimmt bessere.“

Fakten zum Nuk Babyphone

  • Übertragung: 2,5 (gut)*
  • Handhabung: 2,1 (gut)*
  • Akku: 4,0 (ausreichend)*
  • Umwelteigenschaften: 2,5 (gut)*
  • Preis: 215 Euro
  • Funk­über­tragung: FHSS
  • Frequenz­bereich: 2400 MHz
  • Gewicht: 131 g (Sender) + 166 g (Empfänger)
  • Akku­lauf­zeit: 9 Stunden

Vorteile/ Nachteile des Nuk Babyphones

Vorteile

  • Gegen­sprechen möglich
  • Tem­peraturfühler
  • Nacht­licht
  • Optischer Alarm und Vibrationsalarm

Nachteile

  • Für leise Babys ungeeignet
  • Keine Suchfunktion für Empfangsteil
Stiftung Warentest: Das Nuk Babyphone mit Kamera schnitt im Test von Stiftung Warentest mit einer Gesamtnote von 2,5 (gut) ab.

*Noten aus dem Test von Stiftung Warentest.

3. Angelcare AC310-D

Angelcare AC310-D
Das Angelcare Babyphone mit Kamera schneidet im Test eher mittelmäßig ab. Grund dafür sind unter anderem die geringe Akkuleistung und die nicht so guten Umwelteigenschaften.

Das Angelcare Babyphone schnitt bei Stiftung Warentest mit einer Note von 2,8 (befriedigend) eher mittelmäßig ab und landet auf jeden Fall hinter denen von Avent und Nuk. Aber gehen wir noch mal auf Anfang und machen den Faktencheck.

Erfahrung einer echten Mama

Erfahrung: Angelcare Babyphone mit Kamera
Maja, Mama eines kleinen Jungen, hat sich für das Babyphone mit Kamera von Angelcare entschieden. Das schreibt sie aus ihrer Erfahrung:

„Das Angelcare Babyphone gab uns ein sicheres und ruhiges Gefühl, seit unser Sohn vier Wochen alt geworden ist – da hat er nämlich angefangen, nur noch auf seinem Bauch zu schlafen. Er hatte Probleme mit der Verdauung und auf dem Bauch zu schlafen, half ihm. Ich war deshalb sehr ängstlich und die ganze Zeit in Sorge, dass er vielleicht nicht mehr atmet. Also habe ich alle paar Minuten nachgesehen.

Seit wir uns dann das Babyphone angeschaut haben, fühle ich mich viel entspannter. Ich kann ihn zu jeder Zeit sehen, das Video und der Sound sind sehr klar und auch die dazu passende Sensorunterlage hilft. Diese sendet ein Signal an das Babyphone, falls keine Bewegungen registriert werden und das Babyphone gibt einen Alarm von sich.

Bisher haben wir keine Nachteile bemerkt, außer vielleicht, dass die Batterie nicht so lange hält.“

Fakten zum Angelcare Babyphone

  • Übertragung: 2,7 (befriedigend)*
  • Handhabung: 2,5 (gut)*
  • Akku: 3,6 (ausreichend)*
  • Umwelteigenschaften: 3,1 (befriedigend)*
  • Preis: 142 Euro
  • Funk­über­tragung: FHSS
  • Frequenz­bereich: 2400 MHz
  • Gewicht: 107 g (Sender) + 197 g (Empfänger)
  • Akku­lauf­zeit: 14 Stunden

Vorteile/ Nachteile des Angelcare Babyphones

Vorteile

  • Gegen­sprechen möglich
  • Tem­peraturfühler
  • Optischer Alarm und Vibrationsalarm
  • Für leise Babys geeignet

Nachteile

  • Kein Nachtlicht
  • Keine Suchfunktion für Empfangsteil
Stiftung Warentest: Das Angelcare Babyphone mit Kamera schnitt im Test von Stiftung Warentest mit einer Gesamtnote von 2,8 (befriedigend) eher mittelmäßig ab.

*Noten aus dem Test von Stiftung Warentest.

4. Babymoov Yoo-Moov A014417

Angebot
Babymoov Yoo-Moov A014417
Das Babymoov Babyphone mit Kamera schneidet im Test nur mittelmäßig ab. Grund dafür sind unter anderem die umständliche Handhabung und die geringe Akkuleistung. Die Umwelteigenschaften sind dagegen gut.

Auch das Babymoov Babyphone mit Kamera schnitt im Test von Stiftung Warentest mit einer Note von 3,0 (befriedigend) gerade noch so als mittelmäßiges Babyphone ab. Mit „gut“ wurden hier dafür wenigstens die Umwelteigenschaften bewertet. Aber macht das eine schwache Übertragung, umständliche Handhabung und geringe Akkuleistung wieder gut?

Fakten zum Babymoov Babyphone

  • Übertragung: 2,9 (befriedigend)*
  • Handhabung: 3,4 (befriedigend)*
  • Akku: 3,6 (ausreichend)*
  • Umwelteigenschaften: 2,5 (gut)*
  • Preis: 172 Euro
  • Funk­über­tragung: FHSS
  • Frequenz­bereich: 2400 MHz
  • Gewicht: 292 g (Sender) + 149 g (Empfänger)
  • Akku­lauf­zeit: 14 Stunden

Vorteile/ Nachteile des Babymoov Babyphones

Vorteile

  • Gegen­sprechen möglich
  • Tem­peraturfühler
  • Nachtlicht

Nachteile

  • Keine Suchfunktion für Empfangsteil
  • Für leise Babys ungeeignet
  • Weder optischer Alarm noch Vibrationsalarm
Stiftung Warentest: Das Babymoov Babyphone mit Kamera schnitt im Test von Stiftung Warentest mit einer Gesamtnote von 3,0 (befriedigend) nur mittelmäßig ab.

*Noten aus dem Test von Stiftung Warentest.

5. Reer Video Babyphone 80400

Reer Video Babyphone 80400
Das Angelcare Babyphone mit Kamera schneidet im Test eher mittelmäßig ab. Grund dafür sind unter anderem die geringe Akkuleistung und die schwache Übertragung.

Genau wie das Babymoov Babyphone, schneidet auch das von Reer mit einer glatten 3,0 im Test von Stiftung Warentest ab. Immerhin wurde die Handhabung mit „gut“ bewertet.

Fakten zum Reer Babyphone

  • Übertragung: 3,4 (befriedigend)*
  • Handhabung: 2,4 (gut)*
  • Akku: 3,3 (befriedigend)*
  • Umwelteigenschaften: 2,7 (befriedigend)*
  • Preis: 140 Euro
  • Funk­über­tragung: FHSS
  • Frequenz­bereich: 2400 MHz
  • Gewicht: 201 g (Sender) + 167 g (Empfänger)
  • Akku­lauf­zeit: 18 Stunden

Vorteile/ Nachteile des Reer Babyphones

Vorteile

  • Gegen­sprechen möglich
  • Tem­peraturfühler
  • Nachtlicht
  • Optischer Alarm und Vibrationsalarm

Nachteile

  • Keine Suchfunktion für Empfangsteil
  • Für leise Babys ungeeignet
Stiftung Warentest: Das Reer Babyphone mit Kamera schnitt im Test von Stiftung Warentest mit einer Gesamtnote von 3,0 (befriedigend) nur mittelmäßig ab.

*Noten aus dem Test von Stiftung Warentest.

Art des Babyphones mit Kamera

Bevor du genaue Modelle recherchierst, solltest du dir natürlich zu allererst überlegen, welche Art von Babyphone du überhaupt haben möchtest. Möchtest du dein Kind nicht nur hören, sondern auch sehen, gibt es neben den klassischen Babyphones mit Kamera auch sogenannte smarte Babyphones und welche, die nur mit einer App funktionieren.

Klassische Babyphones mit Kamera

Bestes Babyphone mit Kamera im test

Klassische Babyphones schneiden im Test nach wie vor am besten ab, Credit: Unsplash/andriano_cz 

Egal ob mit oder ohne Kamera, ein klassisches Babyphone funktioniert normalerweise immer gleich: Es gibt ein Senderteil (steht beim Baby) und ein Empfängerteil (das hast du). Der Sender übermittelt per Dect und FHSS entweder nur den Ton oder eben zusätzlich auch ein Video.

Der Vorteil dieser Babyphones ist ihre Verlässlichkeit. Heißt: Der Empfänger warnt laut, wenn die Verbindung zum Sender abbricht, der übertragene Ton des Babys ist gut zu verstehen und sie sind störfest gegenüber anderen Babyphones, die sich möglicherweise in der Nähe (zum Beispiel bei einem Nachbarn) befinden.

Obwohl sich dein Baby schon gut auf dem Display des Babyphones erkennen lässt, ist die Bildqualität für heutige Verhältnisse jedoch nicht besonders hoch. Wählst du ein klassisches Babyphone mit Kamera statt nur mit Ton, solltest du auch die geringere Akkulaufzeit bedenken – ein Video zu übertragen frisst eben Strom. Während ein Audiogerät schon mal bis zu 65 Stunden schafft, haben die Babyphones mit Kamera alle eine Akkulaufzeit zwischen 9-18 Stunden.

Trotz dieser Nachteile überwiegen bei der klassischen Variante (egal ob mit oder ohne Video) immer noch klar die Vorteile und sie sind nach wie vor am zuverlässigsten. Auch bei Stiftung Warentest schnitten klassische Babyphones als einzige mit „gut“ ab, alle anderen erhielten bestenfalls „befriedigend“.

Weiter oben haben wir dir die fünf besten klassischen Babyphones inklusive Testsieger von Philips Avent (mit und ohne Kamera) vorgestellt.

Smarte Babyphones mit Kamera

Smarte Babyphones mit Kamera

Smarte Babyphones schneiden im Test nicht immer so smart ab, Credit: iStock/Wenbin

Smarte Babyphones – so wie Smartphones? Ja, tatsächlich handelt es sich hierbei um Webcams, die das Video vom Sender per App aufs Handy übertragen. Der Vorteil hier: Du hast wirklich eine komplett unbegrenzte Reichweite und das Video lässt sich übers Internet von allen, die den Zugang haben, nutzen. Es können also zum Beispiel Mama und Papa gleichzeitig und von verschiedenen Orten schauen, wie es dem Nachwuchs geht.

Leider bringt diese Variante auch einige Nachteile mit sich. Sie sind meist sehr komplex (stabile Internetverbindung ist notwendig, sonst gerät das Video ins Stocken). Zudem ist sie nicht besonders zuverlässig. Fällt beispielsweise das Internet oder der Strom aus, warnt keines der von Stiftung Warentest geprüften Geräte auffällig genug. Das Testinstitut kritisiert außerdem, dass die Apps nicht besonders intuitiv seien und man das Handy, während die App läuft auch nicht anderweitig nutzen kann.

Am besten fällt bei Stiftung Warentest noch das smarte Babyphone von Arlo aus. Aber auch das erhält mit einer 3,0 (befriedigend) gerade noch so eine mittelmäßige Note. Bei anderen Marken sieht es ähnlich aus. Wir haben eine echte Mama gefragt, die das Arlo Babyphone getestet hat, was sie davon hält.

Josis Erfahrung mit dem smarten Babyphone:

„Das Avent Babyphone hatte ich mir damals selbst gekauft, zusätzlich habe ich aber noch das Arlo Babyphone von meinem Bruder geschenkt bekommen. Hier hat man nicht zwei Geräte, sondern nur eins, also nur die Kamera. Die ist dann über eine App mit dem Handy verbunden. 

Hier ist die Bildqualität wirklich perfekt! Auch der Nachtmodus funktioniert sehr gut. Als ich das erste mal nach der Geburt einkaufen gegangen bin und mein Mann alleine mit der Kleinen zu Hause geblieben ist, konnte ich sie dann im Supermarkt sehen. Hier gibt es keine begrenzte Reichweite und man kann das Baby wirklich überall sehen.

Bei diesem Babyphone war aber der Nachteil, dass man die App geöffnet haben muss und man möchte mit dem Handy ja auch andere Sachen machen. Also das hat mich so ein bisschen genervt.“

„Babyphone“ mit App zu App Übertragung

Babyphone mit Kamera und App

Für eine Babyphone App benötigst du gleich zwei Smartphones, Credit: Unsplash/Charles Deluvio

Du kannst auch die Vorteile eines Babyphones nutzen, ohne ein neues Gerät dafür zu kaufen. Was du dafür brauchst, ist eine App, die du auf zwei (im besten Fall schon existierenden) Smartphones installierst. Ein Handy steht dann als Sender beim Kind, das andere ist als Empfänger bei dir. Klingt doch praktisch oder? Leider bringt diese Variante neben den Vorteilen auch einige Nachteile mit sich.

Aber erst mal zu den positiven Punkten: Im Gegensatz zu einem klassischen Babyphone, das per Funk arbeitet, hast du hier mithilfe des Internets eine unbegrenzte Reichweite (sofern beide Geräte im gleichen W-Lan sind).

Auch sind diese Apps schon etwas zuverlässiger als einige smarte Babyphone Modelle. Heißt: Bricht der Kontakt zwischen den Geräten ab, warnen Apps wie TappyTaps (5,49 Euro im App Store) oder Papenmeier (3,50 Euro als Amazon-Download) deutlich. Happy Parents (Basic-Variante kostenlos über App Store) funktioniert in der Premium-Variante sogar mit dem Mobilfunknetz.

Trotz Smartphone ist die Bildqualität bei diesen Apps nicht gut. Wir kennen es alle: In dunklen Zimmern können wir keine Fotos oder Videos mit dem Handy aufnehmen – gleiches gilt dann natürlich auch, wenn sie als Babyphone herhalten sollen.

Was bringt es also, ein Video aufzunehmen, wenn wir eh nichts erkennen können? Der Tipp von Papenmeier, das Baby mit dem viel zu grellen LED-Licht des Handys anzu­leuchten, bringt uns auch nicht viel…

Leider lässt sich das Handy, welches bei dir liegt und als Empfänger dient, währenddessen auch nicht anderweitig nutzen. Du müsstest dich also entscheiden, ob du sehen willst, wie es deinem Kind geht oder ob du Telefonieren, Nachrichten schreiben oder durchs Internet scrollen möchtest. Beides gleichzeitig geht damit nicht. Schade, denn gerade wenn das Kind schläft, haben wir doch endlich mal Zeit für diese Dinge.

Unserer Einschätzung nach, sind diese Apps wohl eher etwas für den Notfall, wenn ihr zum Beispiel verreist seid und das Babyphone zu Hause vergessen habt. Dann lässt sich die App natürlich schnell herunterladen und direkt anwenden. Ansonsten macht das Ganze aus unserer Sicht wenig Sinn.

Darauf solltest du vor dem Kauf achten

Bedienung

Entscheidest du dich für ein klassisches Babyphone mit Kamera, ist die Bedienung recht einfach und intuitiv. Im Zweifelsfall kannst du natürlich jederzeit die Bedienungsanleitung noch mal lesen.

Die smarten Babyphones unterscheiden sich in der Bedienung stark. Besonders die zu den zu den Webcams gehörenden Apps von Motorola und Beurer wurden von Stiftung Warentest als nicht besonders intuitiv bewertet. Motorola kürzt zum Beispiel oft Wörter ab, mal auf Deutsch und mal auf Eng­lisch.

Auch wenn du dich für das App zu App System entscheidest, ist die Bedienung recht intuitiv. Leider kannst du währenddessen aber auch nichts anderes mit deinem Handy machen. Das schränkt die Verwendung des Smartphones, wie wir es gewöhnt sind, natürlich stark ein.

Reichweite

Geht es um ein klassisches Babyphone (egal ob mit oder ohne Kamera), solltest du vor dem Kauf natürlich darauf achten, ob die Reichweite für dich ausreicht.

Fast alle Geräte haben eine Reichweite von in etwa 50 Metern innerhalb der Wohnung und 250 bis 300 Metern außerhalb der Wohnung. Draußen funktioniert die Übertragung besser, da hier keine Möbel oder dicke Mauern zwischen dir und deinem Kind sind.

So gut wie immer genügt die Reichweite der Babyphones jedoch. Meist sind wir ja einfach nur in einem anderen Zimmer und machen nicht gleich einen Spaziergang durchs Viertel.

Hast du in deinem Fall jedoch bedenken, was die Reichweite angeht, kannst du natürlich auch ein smartes Babyphone nehmen oder eine Babyphone App auf zwei Smartphones installieren. Weil diese die Daten übers Internet senden, ist die Reichweite unbegrenzt.

Akkulaufzeit

Geht es um die Akkulaufzeit, unterscheiden sich die unterschiedlichen Arten an Babyphones enorm. Während ein klassisches Babyphone ohne Kamera 20 bis 65 Stunden durchhält, schafften es klassische Babyphones mit Kamera nur noch 9 bis 18 Stunden schaffen – das Video frisst eben Strom.

Bei smarten Babyphones, die mit einer App funktionieren oder bei einer App zu App Übertragung mit Hilfe zweier Smartphones hängt die Akkulaufzeit natürlich stark von dem Handy ab, das du verwendest.

Elektrosmog

Du machst dir Sorgen, dass die elektromagnetische Strahlung des Babyphones deinem Kleinen schaden könnte? Hier können wir dich direkt beruhigen. Keines der Babyphones aus diesem Artikel kam im Test von Stiftung Warentest auch nur ansatzweise an die laut Bundes-Immisions­schutz­gesetz zulässigen Grenz­werte.

Grundsätzlich gilt natürlich: Je größer der Abstand zwischen Babyphone und Kind, desto geringer ist die Belastung.

Video- und Audioqualität

Bei einem Babyphone geht es im Grunde genommen darum, Audio und ggf. auch Video zu übertragen. Hier muss die Qualität natürlich stimmen. Während die Audioqualität bei den meisten Geräten gut ist, sieht es bei der Videoqualität schon ganz anders aus.

Wirklich viele Geräte haben ein Problem damit, ein hochauflösendes Bild zu übertragen. Das liegt unter anderem daran, dass es im Zimmer des Babys natürlich dunkel ist. Besonders problematisch, fast schon unmöglich etwas zu erkennen, wird es bei der App zu App Übertragung mit zwei Smartphones. Ein ganz gutes Bild bekommst du dagegen zum Beispiel bei dem Avent Babyphone mit Kamera (hier Fakten checken).

Extras

Neben all den Standards, die ein Babyphone mitbringt, gibt es natürlich je nach Modell noch verschiedene Extras, auf die du achten kannst. Das sind Beispielsweise Gegensprechfunktion, Temperaturfühler, Nachtlicht, Suchfunktion für das Empfangsteil oder ein Alarm (optisch oder mit Vibration). Manche Babyphones können sogar Schlaflieder abspielen.

Schau hier einfach, was dir wichtig ist und checke kurz, ob das Babyphone, das du in der engeren Auswahl hast, dieses Extra mitbringt. Am Anfang des Artikels haben wir dir die fünf besten Babyphones mit Kamera vorgestellt und auch jeweils vermerkt, welche Extras sie mitbringen und welche nicht.

Babyphone FAQ

 

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Was ist ein Babyphone mit Kamera?

Du bist ganz neu in diesem Themengebiet unterwegs und fragst dich, was ein Babyphone noch mal ganz genau ist? Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, das meist ein bisschen an ein Walkie Talkie erinnert und dir immer Auskunft darüber gibt, wie es deinem schlafenden Kind im Zimmer nebenan geht.

Ein Babyphone besteht immer aus einem Sender, der in der Nähe deines Babys steht und einem Empfänger, den du bei dir hast. Wacht dein Kind auf und gibt Geräusche von sich, werden diese vom Sender an den Empfänger gesendet und du bekommst es sofort mit.

Viele Babyphone haben sogar eine Gegensprechfunktion, mit der du auch etwas zu deinem Baby sagen kannst. Es kann also tatsächlich auch wie ein Walkie Talkie genutzt werden. Einige Babys finden die verzerrte Stimme aus dem Off jedoch eher beängstigend als beruhigend.

Eine Funktion, die jedoch wirklich viele zu schätzen wissen, ist die einer integrierten Kamera. So bekommst du nicht nur akustisch mit, was bei deinem Kind los ist, sondern kannst es auch jederzeit sehen.

Wie funktioniert ein Babyphone mit Kamera?

Ein klassisches Babyphone mit Kamera funktioniert genau so wie ein klassisches Babyphone ohne Kamera. Es gibt also auch hier einen Sender, der sich beim Baby befindet und einen Empfänger, der bei dir ist. In beiden Fällen übermittelt der Sender per Dect oder FHSS Ton und Video. Selbstverständlich ist dafür im Sender eine kleine Kamera eingebaut, die dein Baby für dich filmt.

Ab wann braucht man ein Babyphone?

Bei dieser Frage spalten sich die Geister. Trägst du dein Baby zum Beispiel in einem Tuch direkt am Körper, kannst du es so gut wie immer bei dir haben und brauchst ein Babyphone nur selten. Ja, auch Wäsche waschen, Kochen und putzen geht damit. Zu diesem Thema möchten wir dir unbedingt das Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Jean Liedloff empfehlen.

Trotzdem kann es natürlich auch in dieser ganz frühen Phase mit Kind vorkommen, dass es schläft und du zum Beispiel mal eben in Ruhe duschen oder andere Dinge machen möchtest. Für solche Situationen kannst du das Babyphone im Prinzip gar nicht früh genug haben – also ab der Geburt.

Schläft dein Baby bei euch im Zimmer, wirst du das Babyphone nachts wahrscheinlich erst mal nicht brauchen. Spätestens aber, wenn dein Baby in sein eigenes Zimmer zieht, muss ein Babyphone her.

Bis wann braucht man ein Babyphone?

Bis wann das Babyphone zum Einsatz kommt, hängt ganz von deinem Baby und dir ab. Wenn dein Kind nachts zu dir kommen kann und nicht weinend in seinem Bettchen sitzt, kannst du ein Babyphone vermutlich weglassen. Oft ist das mit ca. 2,5 bis 3,5 Jahren der Fall.

Wie schneiden die Babyphones bei Stiftung Warentest ab?

Bei Stiftung Warentest schneiden die Babyphones alle sehr unterschiedlich ab. Auffällig ist, dass Modelle einer Kategorie oft ähnlich gut abschneiden. Die fünf besten klassischen Babyphones haben wir zum Beispiel am Anfang dieses Artikels vorgestellt.

So schnitten die Top 5 klassischen Babyphones ohne Kamera ab:

So schnitten die Top 5 klassischen Babyphones mit Kamera ab:

So schnitten die Top 3 smarten Babyphones mit Kamera ab:

So schnitten die Top 3 Babyphone Apps ab:

Welche sind die beliebtesten Babyphone Hersteller?

Zu den beliebtesten Babyphone Herstellern gehören die Klassiker unter den Babybrands wie Philips Avent oder Nuk. Aber auch Marken wie Babymoov, Reer und Angelcare stehen hoch im Kurs.

Marken wie Motorola oder Beurer, die keine klassischen Babybrands sind und statt klassischen Babyphone smarte Varianten auf den Markt gebracht haben, sind weniger verbreitet und schnitten auch bei Stiftung Warentest bestenfalls mittelmäßig ab.

Fazit

Es gibt so viele Babyphones mit Kamera auf dem Markt und die wenigsten schnitten im Test wirklich gut ab. Überzeugt haben jedoch das Philips Avent Babyphone (hier Infos checken) und das Nuk Babyphone (hier Infos checken). Auch die von uns befragten Mamas fanden die beiden Geräte sehr gut. Babyphones ohne Kamera schnitten meist sogar noch besser ab. Beide Varianten zählen zu den klassischen Babyphones.

Smarte Babyphones mit Kamera überzeugen mit einer endlosen Reichweite und klaren Bildern, allerdings erwiesen sie sich im Test nicht immer als zuverlässig und das Handy lässt sich, während die App läuft, auch nicht anderweitig nutzen.

Nicht überzeugt haben uns die Babyphone per App, für die gleich zwei Smartphones benötigt werden. Auch hier lassen sich die Handys in der Zeit nicht anderweitig nutzen und die Videoqualität ist nicht gut.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Es ist spannend zu beobachten, wie sich der Markt entwickelt und dass es immer neue Möglichkeiten gibt, sicher zu gehen, dass dem Baby nichts fehlt. Doch solange es keine Lösungen für die Probleme gibt, die smarte Babyphones und Babyphone Apps mit sich bringen, sind klassische Babyphones mit und ohne Kamera immer noch am besten.

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